Moderne Materialien und fortschrittliche Konstruktionstechniken
Der Eurofighter ist ein erstaunlich leichtes und kompaktes Flugzeug – in Anbetracht seiner Vielfalt an Einsatzrollen. Dies ist das Ergebnis der konsequenten Verwendung moderner Materialien und fortschrittlicher Konstruktionstechniken. 70% der Flugzeugaussenhaut und 40% des strukturellen Gewichts des Eurofighter entfallen auf Verbundmaterialien, was das Gewicht um annähernd 1.500 kg gegenüber konventioneller Bauweise verringert.
Kohlefaserverbundwerkstoffe werden für den Rumpf, die Tragflächen, große Teile des Seitenleitwerks und die inneren Steuerflächen (Flaperons) verwendet, während die Canards (Entenflügel), die Führungen der Abgasdüsen und die äusseren Steuerflächen (Flächenhinterkanten-Flaperons) aus Titan bestehen und
die Tragflächen/Rumpfverbindungen, der Lufteinlass, die Vorflügelklappen (Slats), die Behälter an den Flächenspitzen und Teile des Seitenleitwerks aus einer leichten Aluminium-Lithium-Legierung gefertigt sind.
Etwa 12% der Aussenfläche besteht aus Glasfaserverbundwerkstoff, einschliesslich des Radoms und die Antennenabdeckung im oberen Teil des Seitenleitwerks.
Das Flugzeug wurde mittels CAD/CAM-Technik entwickelt. Es wird ausserdem mit neuartigen Fertigungstechniken, wie superplastischem Umformen und Diffusionsschweissen gefertigt, welche das Flugzeug nicht nur leicht, sondern zugleich auch äusserst widerstandsfähig machen.
Die Zelle nach dem Save-Life-Prinzip für eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren ausgelegt, was bei normaler Beanspruchung mehr als 6.000 Flugstunden entspricht. Nach bisherigen Erfahrungen jedoch können diese Vorgaben mittels Weiterentwicklungen und lebensdauerverlängernden Massnahmen für gewöhnlich weit übertroffen werden.
Eurofighter Schweiz




