Helmet Equipment Assembly (HEA)

Für die Tranche 3 der Eurofighter sind modular aufgebaute Helme vorgesehen, die den Waffensystemeinsatz direkt unterstützen:

  • 3D-Nachtsichtfähigkeit
  • Zielerfassung und –verfolgung
  • Waffenauslösung
  • Direct Voice Input (Spracheingabe)
  • ABC-Schutz
  • Schutz vor Laserangriffen
  • Weiterentwicklung der Helm-Fähigkeiten gemäss neuer Anforderungen

Schutz gegen g-Kräfte auf Schweizerisch

Aufgrund hoher Beschleunigungen im Kurvenflug wird das Blut von Piloten moderner Kampfjets sehr rasch nach unten in die Beine und Füsse gedrückt. Dies führt auf der anderen Seite zu einer Mangelversorgung des Kopfes mit Blut und in der Folge mit Sauerstoff. Der Pilot ist dann nicht mehr in der Lage, das Flugzeug und somit die jeweilige Missionserfüllung physisch zu beherrschen. Um dies zu verhindern, tragen Piloten sogenannte Anti-g-Anzüge. In diese Anzüge sind herkömmlich Ballons eingearbeitet, die durch das Druckluftsystem eines Kampfjets gespeist, bei hohen g-Belastungen das Blut in den Oberkörper zurückdrücken. Zusätzlich muss dann der Pilot zusätzlich mithilfe der Atemmaske und Überdruck beatmet werden. Um Schäden in der Lunge zu vermeiden, übt auch auf der Brust ein Ballon gezielt Gegendruck aus. Aufgrund der Maske kommt es dabei meist zu Kommunikationseinschränkungen. Auch bieten diese Systeme aufgrund der Verzögerung in der Reaktionszeit gegen sehr schnell sich aufbauende Belastungen nur unzureichenden Schutz.

Aufgrund seiner enormen Agilität und Schubstärke führt der Eurofighter seine Piloten sehr schnell an die Grenzen ihrer physikalischen Belastbarkeit. Mit dem neuentwickelten Pilotenanzug Libelle G-Multiplus® - ein deutsch-schweizerisches Patent - hat nun die deutsche Luftwaffe ein neues System eingeführt, das den Piloten den effektiven Einsatz unter den sehr hohen g-Belastungen im Eurofighter besser ermöglicht. Libelle G-Multiplus® ist ein autarkes System. Die bei bisherigen Anzügen pneumatisch befüllten Ballons sind durch eingenähte, flüssigkeitsgefüllte Schläuche ersetzt. Wird im Kurvenflug das Blut der Piloten nach unten gedrückt, nimmt die Flüssigkeit in den zugehörigen „Muskeln“ des Anzugs den gleichen Weg und baut den Gegendruck zeitrichtig und verzugslos dort auf, wo er gebraucht wird. Mit dieser Technik kann ausserdem auch auf die Druckbeatmung des Piloten verzichtet werden. Dadurch wiederum ist die Kommunikation auch unter hohen g-Belastungen klar und deutlich möglich. Ausserdem wird die Gesamtbelastung des Piloten deutlich verringert.

Auch die spanischen Luftstreitkräfte evaluieren derzeit dieses System zur Ausrüstung ihrer Piloten.

Für das Anti-g-System Libelle G-Mulitplus® ist die Schweizer Firma Life Support Systems AG, Glattbrugg zusammen mit der deutschen Firma Autoflug GmbH verantwortlich.

 
  • Airbus
  • Eurocopter
  • EADS Defence & Security
  • EADS Astrium

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